Hier finden Sie Verhaltensregeln für den Umgang mit Medien. Seien Sie als rechtstreuer Bürger nicht passiv, beteiligen Sie sich an Aktionen, Abstimmungen und Diskussionen und verfassen Sie Leserbriefe. Medien, politische Parteien und andere Meinungsbildner werten derartige (Re)aktionen von Bürgern penibel aus und legen die Ergebnisse ihrem weiteren Handeln zugrunde. Ein aktives Eintreten für seine Rechte bringt so oft mehr als man glaubt, der Standpunkt “Da kann man eh nix machen” ist absolut falsch!

 

Tipps zum Verfassen von Leserbriefen

 

Wie schreibe ich einen Leserbrief?

 

Am Höhepunkt der Waffenhysterie haben unsere Mitglieder unzählige Briefe an Medien und Politiker geschrieben. Diesen Briefen ist es unter anderem zu danken, daß unser Widerstand gegen unsinnige und undemokratische Gesetzgebung Erfolg hatte.

Jederzeit kann es wieder losgehen. Ein Anlaßfall, Wahlkämpfe oder die Änderung in der politischen Kräfteverteilung  könnten Kampagnen auslösen. In solchen schwierigen Situationen sind Leserbriefe ein gutes Mittel, einer sonst schweigenden Gruppe von Bürgern Gehör zu verschaffen.

Gute Leserbriefe zu schreiben, ist gar nicht so schwer. Viele unserer Mitglieder haben in den schweren Jahren des Kampfes um unser Recht geradezu bravourös agiert und ungeheuer viel gelernt.

 

Einige Regeln sollten beherzigt werden:

 

Schreiben Sie schnell

Medien sind heute kurzlebig. Was nicht einen Tag nach der Meldung in der Redaktion ist, kann man meistens vergessen. Benützen Sie e-mail. Solche Texte ersparen der Redaktion Mühe und Zeit.

 

Schreiben Sie kurz

Was nicht auf eine Seite paßt, wird in den Redaktionen nicht  mehr gelesen. Journalisten haben keine Zeit und werden mit Texten zugeschüttet. Nehmen Sie darauf Rücksicht. Je kürzer, desto besser. Schreiben Sie einen kurzen Brief und streichen dann die Hälfte. Dann paßt es.

 

Schreiben Sie lebendig

Verwenden Sie Bilder und farbige Vergleiche. Keine Abhandlungen, keine lang aufgebauten Gedanken. Kommen Sie sofort zur Sache und wiederholen Sie nicht, was in dem Artikel steht. Der Journalist weiß, was er geschrieben hat.

 

Beschimpfen Sie niemanden

Schimpfworte sind schlechter Stil und werden ohnehin – schon aus rechtlichen Gründen – nicht veröffentlicht.
Wer schimpft, setzt sich in’s Unrecht. Verwenden Sie Ironie, wenn Sie jemanden kritisieren wollen.

 

Schreiben Sie nie anonym

Anonyme Briefe werden von den meisten Zeitungen prinzipiell nicht veröffentlicht. Wenn Sie nicht wollen, daß Ihr Name gebracht wird, bitten Sie um Diskretion und geben Sie einen Grund dafür an. Das wird respektiert. Wer nicht zu seiner Meinung steht, entwertet sie.

 

Verwenden Sie Ihre Titel und Funktionen

Wenn Sie der Bundespräsident sind, brauchen Sie nur „Klestil“ schreiben. Sonst ist Bescheidenheit fehl am Platz. Ihr Brief gewinnt Bedeutung, wenn man erkennt, daß Sie von einer Sache etwas verstehen. Sagen sie auch, warum sie sich zu einem Problem äußern.

 

Seien Sie nur witzig, wenn Sie es können

Scherze sind manchmal unangebracht. Wer keine guten Witze und Wortspiele zusammenbringt, soll es bleiben lassen, sonst wird die Geschichte peinlich oder mißverständlich.

 

Schreiben Sie an einzelne Redakteuere

Versuchen Sie, herauszufinden, wer etwas geschrieben hat. Ein persönlicher Brief an den Autor wirkt einfach besser.

Drohen Sie nicht mit der Abbestellung der Zeitung oder Zeitschrift

Das ist kindisch, vor allem dann wenn man gar nicht als Abonnent aufscheint.

 

Das wär’s schon. Wenn man diese Regeln beherzigt, wird man Briefe zusammenbringen, die auch gebracht werden.

Noch etwas: Auch Briefe, die nicht gebracht werden, haben ihre Wirkung. Wenn mehrere vernünftige Briefe zu einem Thema kommen, wird der Journalist in der Redaktion dazu etwas sagen müssen. Der Leser  weiß davon nichts, die Wirkung aber kann man feststellen.

Was man nicht tun sollte: Briefe vervielfältigen, kopieren oder von anderen abschreiben.  Das wird natürlich durchschaut und der Effekt ist verpufft.

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