WBK und WP

 

 

Wie bekomme ich ein Waffenbesitzdokument (WBK, WP)?

 

Unbescholtene Bürger haben ein Recht, Waffen zu besitzen. Gesetzliche Vorschriften müssen aber beachtet werden. Wie das geht, kurz zusammengefaßt:

 

Die Waffenbesitzkarte (WBK) berechtigt zum Erwerb und Besitz aller Schußwaffen der Kategorie B, und ist jedem verläßlichen EWR-Bürger über 21 Jahren auszustellen, der dies rechtfertigen kann (z.B.: Selbstverteidigung oder Sportschießen). Die WBK berechtigt weiters zum Transport der Waffe in entladenem Zustand, wenn sie sich in einem geschlossenen Behältnis befindet.

Der Erwerb und der Besitz von Waffen der Kat. C und D ist frei! Allerdings gilt eine 3tägige Wartefrist (Abkühlphase) für jene, die kein Waffendokument oder eine Jagdkarte besitzen. Zur Registrierung von Waffen der Kat. C und D siehe den Artikel auf der Startseite bzw. in den IWÖ-Nachrichten 4/12 Seite 14f.

 

Der Waffenpaß ist jedem verläßlichen EWR-Bürger über 21 Jahren auszustellen, der einen Bedarf zum Führen von Schußwaffen der Kategorien B bis D nachweisen kann. Der Bedarf gilt als gegeben, wenn bestimmten Gefahren am zweckmäßigsten mit Waffengewalt begegnet werden kann (z.B.: Geldboten, Taxifahrer und sonstige gefährdete Berufsgruppen). Bei jagdlichem Bedarf (Fangschuß) auch für Jäger!

Der Antrag auf Ausstellung dieser Dokumente ist bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. beim Bezirkspolizeikommissariat des Hauptwohnsitzes persönlich einzubringen. Zweckmäßig ist es, die bei der Behörde aufliegenden Formulare zu verwenden.

 

Mitzubringen sind:

 

– Amtlicher Lichtbildausweis

 

– Meldezettel

 

– Geburtsurkunde

 

– Heiratsurkunde (sofern sich der Familienname durch eine Eheschließung geändert hat)

 

– Staatsbürgerschaftsnachweis

 

– Allfälliger Nachweis des akademischen Grades

 

– Zwei Lichtbilder

 

– Für männliche Staatsbürger bis zum vollendeten 50. Lebensjahr: Nachweis des geleisteten Wehrdienstes bzw. Untauglichkeitserklärung oder Bescheid über Zivildienst

 

– Nachweis des Bedarfs (beim Waffenpaß)

 

– Rechtfertigung (bei der Waffenbesitzkarte). Hier genügt die Berufung auf den Gesetzestext (Bereithalten der Waffe in Wohnung, Haus oder Betriebsräumen zur Selbstverteidigung, § 22(1) WaffG), natürlich auch Sportschießen

 

– Psychologisches Gutachten (siehe Liste der Psychologen)

 

– Nachweis des sachgemäßen Umgangs mit Schußwaffen (sog. Waffenführerschein, Kurs beim Waffenfachhandel)

 

Alle Urkunden können auch in notariell beglaubigter Form vorgelegt werden.

 

Tip: Sicherheitshalber gleich immer 2 Waffen beantragen! Auch wenn man diese im Moment nicht benötigt, erspart man sich bei einem Nachkauf einen neuen Antrag, der wieder Geld kostet.

 

Zuletzt: Unsere Waffenrechtsexperten helfen gerne! Vor allem bei der Rechtfertigung und der Begründung des Bedarfes gilt: Erst fragen, dann schießen – pardon – beantragen!!!

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