Daß uns Legalwaffenbesitzern nie viel Sympathie seitens der österreichischen Innenpolitik entgegengebracht wurde, ist ja kein Geheimnis. Man erinnere sich nur an die damals in der zweiten Republik bislang beispiellose Hetze gegen den privaten legalen Waffenbesitz in der Folge der beiden Amokläufe in Zöbern und Mauterndorf im Jahr 1997.
Nachrichten-Fokus
Das Bundesministerium für Inneres (BMI) hat seinen Runderlaß an die aktuellen Bestimmungen des Waffengesetzes angepaßt und damit lang erwartete Klarheit beim Umgang mit sogenannten „großen Magazinen“ (Magazine mit einer Kapazität von mehr als 10 Schuß für Langwaffen bzw. mehr als 20 Schuß für Faustfeuerwaffen) geschaffen.
Knapp zwei Jahre ist es jetzt her, daß die Europäische Kommission strengere Regeln für Feuerwaffen geplant hat (wir berichteten darüber in den IWÖN 4/2024, Seite 16f) mit dem Resultat, daß wir jetzt mit den „schärfsten Verschärfungen“ im österreichischen Waffengesetz seit Beginn der zweiten Republik zu tun haben…
Verunsicherung bei Waffenbesitzern und Behörden: Die wichtigsten Pflichten und Interpretationen zur „Abkühlphase“ und Magazinbesitz beim Privatverkauf. Die jüngsten Änderungen im österreichischen Waffenrecht haben in der Praxis zu erheblicher Unsicherheit geführt….
Hätte der große französische Philosoph und Literat Albert Camus das Österreichische Waffengesetz und dessen aktuelle Novellierung gekannt, er hätte keinen besseren Beleg für die Richtigkeit seiner Philosophie des Absurden finden können.
Seit Jahren hören wir von Politikern und Medien gebetsmühlenartig immer wieder, wie furchtbar und entsetzlich doch die US-Verhältnisse seien. Der nahezu ungebremste Zugang der dortigen Bevölkerung zu Schußwaffen würde permanent zu Mord und Totschlag führen…
Obwohl das Waffenrecht Sicherheit vermitteln soll, ist es schon seit jeher ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung und ein Spiegel der Zeit. Gerade durch Verschärfungen im Waffenrecht wollen Politiker Handlungsstärke zeigen und vermitteln, daß sie Probleme lösen können…
Vielen Dank für Ihre offene und kritische Nachricht zur Reform des Waffenrechts sowie dafür, dass Sie uns Ihre Sichtweise so deutlich geschildert haben und nehmen Ihre Rückmeldung mit großem Respekt zur Kenntnis und verstehen…
Es gibt in der Menschheitsgeschichte immer wieder Ereignisse oder Personen, die ein Land, ein Königreich und sogar eine Doppelmonarchie total verändern oder sogar zerstören können. Man muß nicht gleich an Gavrilo Prinzip, Stalin oder Hitler denken – es genügt sich in das Jahr 1992 zu versetzen und nach Schottland zu blicken.
Als Interessensvertretung sämtlicher österreichischer Legalwaffenbesitzer, sohin von Jägern, Sportschützen, Waffensammlern und Menschen, die ihre Waffen aus anderen Gründen, z.B. zum Selbstschutz, besitzen möchten, ist die IWÖ an die Regierungsparteien mit konkreten und detaillierten Fragen herangetreten.

